"Gemeinhin vertraut der deutsche Bürger auf seine Justiz. Er weiß: Hier wird Wahrheit gefunden, Recht gesprochen, und der Böse kriegt seine Strafe. Der abendliche Krimi im Fernsehen endet mit der Festnahme des Mörders, alles Weitere wird seinen Gang gehen. Abspann. Im richtigen Leben beginnt dann die zweite Runde im Kampf um Schuld und Sühne. Es folgt der Auftritt des Strafverteidigers: Als Infragesteller zielstrebiger Ermittlungen, als Zweifler angesichts von Gewissheiten, als Kiesel im Räderwerk der Justiz und als einziger Verbündeter, der dem Beschuldigten noch geblieben ist."